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Pressefotos

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Ulli Bögershausen 2014

Photos: Manfred Pollert
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Ulli Bögershausen 2012

Ulli Bögershausen shoot by René Weiss Photography

Photo: René Weiss Photography
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Ulli Bögershausen 2010
Pressefoto 2010 Pressefoto 2010
Photos: Manfred Pollert
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Ulli Bögershausen

Photo: Manfred Pollert
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Ulli Bögershausen

Photo: Manfred Pollert
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Ulli Bögershausen

Photo: Manfred Pollert
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Ulli Bögershausen

Photo: Manfred Pollert
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Ulli Bögershausen & Reinhold Westerheide

Photo: Christa Henke
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Ulli Bögershausen

Photo: Olaf Merker
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Ulli Bögershausen

Photo: Manfred Pollert
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Ulli Bögershausen

Photo: Manfred Pollert
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Pressetexte

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ULLI BÖGERSHAUSEN

Stilrichtungen kommen und gehen, aber gute Musik webt ihre zeitlose Magie, gleichgültig, was gerade Mode ist. Ulli Bögershausen ist ein Gitarrenzauberer, der eine ganz besondere Kunst beherrscht: Er kann die Zeit still stehen lassen. Und während der Moment verweilt, malt er Bilder auf die Seelen seiner Zuhörer – unaufdringlich, aber unvergesslich; leuchtende Vignetten von der Heiterkeit eines Spätsommertages, in denen sich leise Melancholie wunderbar vermischt mit südlicher Lebensfreude.

Nach 25 Jahren Auftritts- und Plattenerfahrung kann der weitgereiste Gitarrist ganze Stapel von schwärmerischen Konzertkritiken vorweisen, aus Zeitungen und Zeitschriften zwischen Los Angeles, Seoul und Beijing. Er hat das Publikum in seinen Bann gezogen auf kleinen und großen Bühnen und in den Konzertsälen Japans, Koreas, Taiwans und Chinas. Sein Spiel ist beschrieben worden als “atemberaubend in seinen dicht verwobenen Harmonien und seinem makellosen Timing“, seine Konzerte kamen Beobachtern “märchenhaft“ vor, seine Alben wie Muster an “sensiblem Saitenzauber“ einer “Gitarrenmusik des 21. Jahrhunderts“.

Millionen Clicks auf YouTube haben Ulli Bögershausen rund weltweit populär gemacht. Seine Kompositionen und Arrangements werden von vielen Gitarristinnen und Gitarristen in der ganzen Welt nachgespielt. „It Could Have Been“ ist auf dem bestem Wege, zu einem zeitlosen Klassiker zu werden. 

 

ULLI BÖGERSHAUSEN

Styles may come and go, but good music will weave its ageless magic no matter what the current fad. Ulli Bögershausen is a guitar wizard with a truly remarkable craft at his command. He possesses a gift for making time stand still. And while the moment lingers, his solo guitar playing paints pictures upon the very soul of his audience – inobtrusive, yet unforgettable; vignettes glowing with the serenity of a day in late summer, a slight melancholy blended wonderfully with a mediterranean joy of living in a steady dance-like flow of notes in the air of an endless blue September day.

After more than twenty years of performing and recording, the seasoned German guitarist can boast stacks of rhapsodizing concert reviews from newspapers and magazines anywhere between Los Angeles, Bonn, and Taipei. He has held audiences spellbound at guitar festivals in the U.S.A. and in the concert halls of Japan, Taiwan, Korea and most recently China. His playing has been called “breathtaking in its intertwined harmonies and its unfailing timing”, his performances have been considered “as if from a fairy tale”, and his albums have been regarded as models of “sensitive string wizardry” and of  “guitar music for the 21st century”.

Steeped in the tradition of the folk guitar, but constantly refined by his classical studies, Bögershausen’s playing continues to leave the audience with the best of both worlds. A breezy lightness pervades everything, tastefully balanced by an almost classical sense of formal depth and compositional coherence. Ulli Bögershausen has taken his time to develop a style all his own, quietly incorporating state-of-the-art skills, styles, and techniques all the while.

As a result, Bögershausen not only plays two or more independent lines at the same time, but also manages to give each line its distinct voice as if a complete orchestra were at work. His crystal-clear single-note runs make the 32nd notes sparkle intensely like effervescent water. Like legendary John Renbourn, Ulli Bögershausen has given the steelstring guitar an unheard-of sound of effortless elegance, whose liveliness owes little to the strict classical guitar ideal of tone.

His international breakthrough, 1995’s landmark album “Ageless Guitar Solos”, deftly summarizes more than 30 years of fingerstyle guitar, easily matching original renditions by the likes of Leo Kottke and Alex DeGrassi in terms of feeling and virtuoso performance.

In his mostly balladlike original compositions, Ulli Bögershausen never seems to run out of surprising and intriguing melodic inventiveness. Executed with an airy charm and yet with the devotion of a real pro, Bögershausen’s pieces are accessible enough to make for instant listening delight, while crafted sufficiently complex to yield discoveries with each new encounter.

His latest release, “Crimson” breathes the spirit of Bögershausen’s new home on the picturesque Moselle River (where he also welcomes students for weekend guitar workshops in his “Mosella Music School”): The dreamlike view from his studio to the barges on the river and the vineyards on the opposite hillside has made his new pieces emerge even more intensely serene.
“Crimson” leaves the audience again wonderfully loosened by the magic of good music. The melodies are so memorable, the performance is so relaxed that only upon very close listening will you notice the mastery behind such recordings.

After receiving over 2 million views collectively for his Youtube videos Ulli’s compositions and arrangements are played by many guitarists all over the world. His original “It Could Have Been” is on it’s way to become one of the most popular acoustic guitar songs ever.

 

Interviews

Interview von Andreas Schulz / "Akustik-Gitarre"

Profiliert
Ulli Bögershausen

Ulli Bögershausen wirkt zufrieden und entspannt. Dazu hat er auch allen Grund. Er ist gefragt, seine Musik ist erfolgreich, und ein neues Album mit dem Titel "Sologuitar" gibt es ebenfalls. Zeit für eine persönliche Bestandsaufnahme. Hier ist sie.

Da kam doch 1995 ein deutscher Akustikgitarrist daher, setzte sich in sein Studio und spielte unter dem plakativen Titel "Ageless Guitar Solos" neben drei Eigenkompositionen die seiner Meinung nach bekanntesten und wichtigsten Fingerstyle-Stücke der letzten 20 Jahre neu ein. Vertreten war Musik von Leuten wie Alex De Grassi, Leo Kottke, Klaus Weiland, Werner Lämmerhirt oder Davy Graham. Ein wohl nicht ganz einfaches Unterfangen, doch das Repertoire war ansprechend, die musikalische Ausführung makellos. So wurde "Ageless" zu Bögershausens bisher größtem Erfolg und erhöhte sein Bekanntheitslevel schlagartig. Nun legt der Mittvierziger nach: In gleicher Klangästhetik ist sein Album "Sologuitar" erschienen, diesmal allerdings ausschließlich mit eigenen Titeln. Kommerzielles Kalkül, um an den fünf Jahre zurückliegenden Erfolg anzuknüpfen? Auch solch unangenehmen Fragen begegnet Ulli Bögershausen mit erfrischender Offenheit. Der Bielefelder Musiker ist nicht nur solistisch aktiv, sondern auch im Duo mit dem Nylonstringer Reinhold Westerheide und als Autor von Unterrichtswerken für akustische Gitarre. Zwischenzeitlich betrieb er mit Laika Records sogar ein eigenes Label, aus dem er sich aber vor zwei Jahren wegen des vermehrten zeitlichen Anforderungen des aktiven Musizierens zurückgezogen hat.

Wie bist du Gitarrist geworden?

Ulli Bögershausen: Automatisch. Man kann versuchen, dagegen zu arbeiten, in einem Fall war es meiner Kontrolle entzogen. Mit neun Jahren kam ich in Kontakt mit der Gitarre, in der Zeit der "Beatles" und der "Rolling Stones". Mich hat nie ein anderes Instrument interessiert. Die Single "Love Me Do" war das Schlüsselerlebnis! Ich hörte es und wollte solche Musik machen. Ich habe meine erste Gitarre mit Abziehbildern der "Beatles" beklebt und musste Fernando Sor nach Noten üben. Damals gab es niemanden, der einem Popmusik beibringen konnte. Also habe ich mehrere Jahre eine klassische Ausbildung durchgezogen.

Wie bist du in die Fingerpicking-Szene gekommen?

Ulli Bögershausen: Dafür ist Leo Kottke verantwortlich. 1973 hörte ich seine Musik auf der 12-Saitigen im Radio. Das war so überwältigend, dass ich sofort losgezogen bin und mir die Platte gekauft habe. Heute ist es nicht sehr schwer, sich zu informieren und voranzuarbeiten - es gibt Bücher, Videos und Magazine. Damals gab es nichts. Ich versuchte, annähernd so etwas wie Kottke hinzubekommen, mit dem Bottleneck auf der Twelve-String. Schnell war klar, dass das nicht in der Normalstimmung funktioniert. Als ich erst einmal in diese Welt eingetaucht war, habe ich auch Leute wie De Grassi für mich entdeckt. Einige Jahre später begann ich, mit meinem eigenen Programm in den Berliner Clubs aufzutreten.

Du hast dann später auch ganz offiziell Musik studiert.

Ulli Bögershausen: Ja, aber ohne Abschluss. Das Problem war: Ich hatte schon meine ersten Platten veröffentlicht, bekam plötzlich wieder klassischen Unterricht und musste alles wieder vergessen, was ich selbst entwickelt hatte. Das klassische Repertoire hat sicher meiner Technik und meinem Ton gut getan. Da konnte ich feststellen, dass die Klassiker den meisten Fingerstyle-Gitarristen in diesem Punkt weit überlegen sind. Nicht, was die Geschwindigkeit angeht, sondern die Ästhetik, die Schönheit des Anschlags, den Versuch, die Saite nicht irgendwie, sondern optimal klingen zu lassen. Als ich in der zweiten Hälfte der 80er Jahre viel auf Tour war und regelmäßig Platten veröffentlichte, verlor ich mehr und mehr die Lust am Studieren.

Einiges von deinen neueren CDs könnte man sich auch gut auf der Nylonstring vorstellen. Warum bleibst du konsequent und ausschließlich bei der Steelstring?

Ulli Bögershausen: Ich mag vor allem das Sustain der Stahlsaiten. Es mag auch mit dem Duo mit Reinhold Westerheide zusammenhängen, wo die Aufgabenverteilung ganz klar ist: er spielt Nylonsaiten, ich Stahlsaiten. Da merkt man, dass man zum Spezialisten wird. Ich könnte nicht so mit der Klassikgitarre umgehen wie er.

Deine Steelstrings kommen von dem deutschen Hersteller Lakewood.

Ulli Bögershausen: Ich kenne Martin Seeliger und seine Lakewood-Gitarren schon lange. Mein Lieblingsinstrument war lange eine Washburn, von der es nur zwei Exemplare gibt. Jahre später kam Martin mit einer D-54, die so toll klang, dass die Washburn des Öfteren in der Ecke stehen blieb. Unsere Zusammenarbeit hat sich dann intensiviert, ich hatte einige Änderungswünsche und wollte noch ein Cutaway-Modell. Das ist heute meine Hauptgitarre. Ich mache Werbung für Lakewood, weil ich die Instrumente wirklich schätze und spiele.

Was genau ist dein Soundideal? Was schätzt du speziell an dieser Gitarre?

Ulli Bögershausen: Die D-54 hat ein sehr gutes Sustain, einen etwas glockigen Klang und sehr brillante Höhen. Ich mag für manche Titel auch eine Martin-Gitarre mit satten Bässen, das gebe ich offen zu. Da meine Stücke sehr auf Melodie angelegt sind, kommt mir die Lakewood sehr entgegen. Für einen Gitarristen, der eher rhythmisch orientiert ist und basslastig spielt, ist sie vielleicht nicht so interessant.

Deine Erfahrungen mit der Aufnahme von akustischen Gitarren sind umfassend. Was ist dein Rezept, welche Tipps kannst du den Lesern geben?

Ulli Bögershausen: Das Wichtigste fürs Aufnehmen ist ein gutes Instrument, das Zweitwichtigste ist ein guter Ton. Das möchte ich erwähnen, weil man auch mit relativ schlechtem Equipment gute Aufnahmen machen kann, wenn man entsprechend spielt. Ich selbst benutze zwei Mikrofone der Firma Neumann. Ein erfahrener Toningenieur hat mir einen Raum eingerichtet, der sehr trocken klingt, der Hall wird erst beim Überspielen auf CD ergänzt. Die Mikrofone stehen so, dass eines ein höhenlastiges Bild einfängt, das andere die Bässe. Und sie sind sehr nah an der Gitarre dran, nur etwa eine Handbreit entfernt. Ich nehme direkt digital auf einen DAT-Recorder auf und überspiele das in meinen Power-Mac mit einer DigiDesign AudioMedia-II-Soundkarte und dem Sound-Designer-Programm. So kann ich auch schneiden. Das ist wichtig, weil es mich enorm entlastet. Es ist einfacher, drei Versionen aufzunehmen und daraus eine gute zusammenzuschneiden, als es hundertmal zu spielen, bis es einmal wirklich fehlerfrei ist, dafür aber vielleicht nicht so gefühlvoll. Auf meinen CDs sind von vielleicht zehn Titeln zwei dabei, bei denen es mir gelungen ist, sie am Stück zu spielen. Für unhörbare Schnitte brauchst du viel Erfahrung, aber ich denke, dass es mir bei der neuen CD gelungen ist. Manchmal mache ich eine Aufnahme-Regie und nehme das Stück in mehreren Etappen auf, so dass ich auf jeden Fall schneiden kann. Das ist nicht einfach, denn du musst ein Stück im gleichen Sound, in der gleichen Haltung und im gleichen Tempo wieder ansetzen können. Die Kunst besteht in der Disziplin, den Ablauf einer solchen Aufnahme genau zu planen. So bekommt man sehr saubere Aufnahmen, die trotzdem gefühlvoll sind. Da ich zu Hause arbeite, kann ich in genau der Stimmung aufnehmen, in der ich für ein bestimmtes Stück sein möchte. Ich kann den ganzen Tag üben und mir ein Konzept für die Aufnahme zurechtlegen. Die Ansprüche steigen permanent, seit immer mehr Leute immer besseres Equipment zur Verfügung haben. Auch das Publikum wird immer anspruchsvoller, was die klangliche und musikalische Qualität von Gitarrenaufnahmen angeht.

Wie verstärkst du die Gitarre live?

Ulli Bögershausen: In meine Lakewood-Gitarren ist ein EMF B-Band-Tonabnehmer fest eingebaut. Dabei handelt es sich um ein Zweiwege-System mit einem Mikrofon und einem Stegtonabnehmer. Mit dieser Mischung gehe ich in einen AER Acousticube II.

Wie würdest du den "Bögershausen-Stil" definieren?

Ulli Bögershausen: Ich denke, jeder Künstler wird sich nach einigen Jahren fragen: Was ist Spieltechnik, und was ist Musik? Was habe ich an musikalischer Aussage anzubieten? Es reicht nicht, nur sein Handwerk zu verstehen. Die Frage ist: Transportiert die Musik etwas, das die Zuhörer berührt? Ich würde mir einbilden, dass bei meiner Musik herauszuhören ist, dass ich ein gewisses Gefühl transportieren kann. Ein wenig melancholisch und warmherzig. Besonders schön ist es, wenn mir Melodien gelingen, die eingängig sind. Ich denke, ich habe einige Stücke geschrieben, die einen hohen Wiedererkennungswert haben.

Heißt das, du möchtest nicht über die Spieltechnik wahrgenommen werden, sondern über die Interpretation?

Ulli Bögershausen: Nicht isoliert über die Spieltechnik. Für mich ist es schon ein riesiges Kompliment, wenn mein Ton und die Ästhetik meines Spiels gelobt werden. Genau daran arbeite ich seit Jahren. Viele urteilen nur darüber, wie schnell die Töne hintereinander gesetzt sind. Auch das ist wichtig. Man muss auch virtuos spielen können, aber das ist nicht alles.

Würdest du zustimmen, wenn ich sage, dass deine Musik sehr auf Schönklang angelegt ist?

Ulli Bögershausen: Damit kann ich wunderbar leben.

Wo sind die Ecken und Kanten?

Ulli Bögershausen: Ich habe das so oft versucht, gerade auch im Bereich Harmonielehre. Es passt nicht in meine Musik. Mit dem Wort "Schönklang" hast du das sehr gut beschrieben. Es ärgert mich nur, wenn jemand das ins Negative ziehen möchte. Es ist in sich geschlossen und legitim, schöne Musik zu spielen. Kürzlich fragte mich ein Radiomoderator, ob in meiner Musik nicht auch Aggressionen eine Rolle spielen. Nun, jeder Mensch hat Aggressionen. Aber ich setze mich dann nicht an mein Instrument. In der Rockmusik kannst du eher solche Emotionen transportieren als mit der Akustikgitarre. Ist "musikalisches Harmoniebedürfnis" etwas grundsätzlich Negatives? Aber ich kenne diese Einwände und habe mich jahrelang damit auseinander gesetzt. Meine Platten sind bewusst so angelegt. Um es plakativ zu sagen: Sie müssen dir auch gefallen, wenn du dich mit einem guten Buch und einer feinen Flasche Rotwein hinsetzt und dabei Musik hören möchtest. Auch dafür soll es Musik geben, ohne dass diese seicht sein muss. Musik, die einen in einer solchen Stimmung umfängt und hält. Die CD "Ageless Guitar Solos" wurde beispielsweise ganz bewusst so aufgenommen. In die gleiche Richtung geht auch die letzte CD "Sologuitar", mit dem Unterschied, dass darauf nur eigene Stücke zu hören sind. Wer etwas "Wilderes" hören möchte, kann sich die Duos mit Reinhold Westerheide anhören. Ich kann mich damit voll identifizieren. Das hat natürlich einen Beigeschmack, als hätte ich einen riesigen kommerziellen Erfolg im Sinn. Dann hätte ich mich allerdings in einen anderen musikalischen Sektor begeben sollen.

Ende der 80er Jahre hattest du mit "Laika" ein eigenes Label und einen Musikverlag gegründet, den du inzwischen wieder verkauft hast.

Ulli Bögershausen: Aufgebaut habe ich das Label, weil es mir in der Szene, in der ich mich damals bewegt habe, zu eng wurde. Ich fing an, mich für Jazz zu interessieren, und es wurde zunehmend schwieriger, mit Gitarrenmusik wirtschaftlich zu existieren. Also habe ich mir ein zweites Standbein gesucht. Es war eine spannende Erfahrung, Jazz-CDs zu produzieren. Vor etwa zwei Jahren spürte ich eine Veränderung der Situation. Besonders hilfreich war der Erfolg von "Ageless Guitar Solos". Das war das richtige Konzept zum richtigen Zeitpunkt. Es war tatsächlich ein Konzeptalbum. Ich wusste, dass ich über das Repertoire dieser CD mehr erreichen konnte als über meinen eigenen Namen, der zu diesem Zeitpunkt noch viel zu unbekannt war. Es lief so gut, dass ich mich entscheiden musste, Gitarrist oder weiterhin Geschäftsmann mit einem Label zu sein. Beides ging wegen der zeitlichen Anforderung nicht, zumal ich für das Projekt mit Reinhold Westerheide intensiv üben musste.

Wie siehst du heute die deutsche Gitarrenszene und die ökonomische Situation?

Ulli Bögershausen: Für mich persönlich hat sich eine Menge zum Positiven verändert. Auch die gesamte Szene hat sich verändert. Dazu trägt übrigens auch die Zeitschrift AKUSTIK GITARRE bei, die zu einem Kristallisationspunkt geworden ist. Es gab plötzlich eine Anlaufstelle. Jeder, der sich für diese Musik interessiert, hat nun ein Medium, eine Möglichkeit, sich umfassend zu informieren.. Das hat der Szene enorm geholfen. Die grundsätzliche Problematik, zum Beispiel dass es kaum öffentliche Gelder für Veranstaltungen gibt, hat sich kaum entwickelt.

Dein neuestes Projekt ist eine Serie von Lehrbüchern für Akustikgitarre. Was ist dein Konzept, welchen Ansatz verfolgst du?

Ulli Bögershausen: Ich habe manchmal in meiner Stilrichtung Unterricht gegeben und die Erfahrung gemacht, dass viele Schüler unter schlechten Lehrern und schlechtem Unterrichtsmaterial zu leiden hatten. Ich bemühe mich, das Gitarrespielen so zu vermitteln, dass man von Anfang an die Klangfülle der Gitarre nutzen kann. Mein Ansatz ist es, erst einmal das Instrument klingen zu lassen. Für meine Schüler habe ich für bestimmte Probleme spontan kleine Stücke geschrieben. Anfangs war das nicht systematisch. Ich hatte Berge von Zetteln, die irgendwann geordnet werden wollten. Die Praxis steht dabei im Vordergrund, also die Gitarre als Harmonie-Instrument, viele Saiten klingen gleichzeitig. Die Reaktionen waren durchweg begeistert. Ich treffe immer wieder auf Leute, die mir erzählen, wie sehr ihnen mein Konzept weitergeholfen hat. Wer dieses didaktische Konzept verfolgt, kann in relativ kurzer Zeit die einzelnen technischen Elemente erlernen und sich dann direkt an die ersten Stücke wagen. In umgekehrter Reihenfolge ist es kritisch: ein Stück anfangen, die ersten acht Take gehen gut, dann kommt eine schwierige Passage, und das Buch landet wieder in der Ecke. Ich habe die einzelnen Elemente, die man für die angesagten Stücke braucht, isoliert vorgestellt. Ich denke, diese Übungen können das allgemeine Wissen der Fingerstyle-Gitarristen auf ein höheres Level heben. Man muss nicht erst die komplette Harmonielehre abarbeiten, das ist für Fingerstyle-Gitarristen nicht unbedingt relevant.

Kannst du die Technik deiner rechten Hand erläutern? Es fällt auf, dass du die Melodien besonders deutlich herausarbeitest.

Ulli Bögershausen: Technisch habe ich das gelernt, als ich klassische Gitarre studierte. So spielen Klassiker, sie trennen Bass, Begleitstimme und Melodie. Die wesentlichen Grundstellungen sind die Zupfanschlagstellung und das Wechselschlagspiel. Die meisten Fingerstyle-Gitarristen, die ich kenne, haben eher eine theorielose Praxis und können nicht erklären, warum sie etwas auf eine bestimmte Art spielen. Ich habe klassische Techniken ins Fingerpicking integriert. Typische Patterns habe ich natürlich auch geübt, doch mich hat immer gestört, nur aus diesen Patterns heraus zu spielen. Ich wollte wissen, wie ich eine bestimmte Melodie auf die beste Weise spielen kann und nicht nur, wie sie in einem Pattern zufällig zu liegen kommt.

Du spielt mit den Fingernägeln und einem Daumenpick.

Ulli Bögershausen: Genau, aus rein klanglichen Gründen. Der Daumenpick dient hauptsächlich dazu, ähnlich wie Werner Lämmerhirt einen swingenden Groove zu bekommen. Dabei liegt meine rechte Hand leicht am Steg an und dämpft die Basssaiten etwas ab. Diesen perkussiven Sound mag ich gern, er ist rhythmisch sehr treibend.

Welche Tunings verwendest du?

Ulli Bögershausen: Die Standardstimmung und D-A-D-G-A-D sind in meinem Repertoire sicher die wichtigsten Tunings. Daneben spiele ich manchmal Dropped-D mit Kapodaster im vierten Bund, wo die Gitarre am zärtlichsten klingt. Es ist kaum möglich, sich in allen Stimmungen auszukennen. Beim Konzert ist das noch tragbar, vor allem, wenn zu einem bestimmten Stück eine bestimmte Stimmung gehört. Beim Komponieren kenne ich mich in der Standardstimmung am besten aus, in D-A-D-G-A-D immer noch recht gut. In anderen speziellen Stimmungen fehlt mir das Vorstellungsvermögen. Was dann herauskommt, ist ein reines Zufallsprodukt, ein Stück, komplett einstudiert und fertig. Ich bin dann blind, wenn ich in einem solchen Tuning etwas anderes spielen soll. In Open Tunings spielt man natürlich in ganz bestimmten Tonarten. Niemand würde D-A-D-G-A-D verwenden, um ein Stück in C zu schreiben. In D-A-D-G-A-D spielst du die D-Tonarten, kannst aber sehr gut zwischen Dur, Moll oder dem dorischen Modus wechseln.

Was würdest du jemandem empfehlen, der seine Gitarre in D-A-D-G-A-D stimmt und einfach loslegen möchte?

Ulli Bögershausen: Ich würde mit den Grundkadenzen anfangen, die sich in D-A-D-G-A-D sehr leicht ausdrücken lassen. Die Leersaiten bilden schon einen Dsus4-Akkord. Dann ist die Möglichkeit besonders reizvoll, Melodien unter Einbeziehung von Leersaiten zu spielen. Du kannst zum Beispiel ein so genanntes "Harfen-Arpeggio" spielen, eine Tonleiter ohne Wechselanschlag. Du hast nur einen Ton pro Saite, kannst sehr schnell spielen, und die Töne überlappen sich und sorgen so für einen sehr vollen tragenden Klang.

Deine letzte CD "Sologuitar" knüpft an das Konzept der erfolgreichen "Ageless Guitar Solos" an.

Ulli Bögershausen: Die Idee war, eine CD in diesem Stil zu machen, allerdings mit Musik von mir selbst. Jeder Musiker möchte ja insgeheim für seine eigene Musik geliebt werden. "Ageless Guitar Solos" sollte sich über das Repertoire verkaufen. Die Leute, denen das Album gefällt, sind jetzt vielleicht auch bereit, sich für meine eigene Musik zu interessieren.

 

Eine Unterrichtsstunde mit Ulli Bögershausen

Zusammen mit Ulli haben wir für unsere CD (zu bestellen unter Tel. 0541-710020) einen klingenden Workshop aufgenommen. Zusätzlich zu den hier abgedruckten Noten kann man dank der CD Ullis Kommentare und vor allem den Klang seiner Beispiele und Übungen kennen lernen. Die Abbildungen 1 bis 5 bilden eine zusammenhängende Lektion. Die Gitarre ist hier im Open Tuning D-A-D-G-A-D gestimmt. Nach dem Grundpattern (Abb. 1) wird eine kleine Melodie vorgestellt (Abb. 2). Diese wird nun variiert. In Abb. 3 wird zunächst eine Synkope hinzugefügt (Takt 1, Ton A auf der Zählzeit 4+), im letzten Takt schließlich wird eine spieltechnische Spezialität, das so genannte "Harfen-Arpeggio" benutzt. Dieses macht sich die Möglichkeit des D-A-D-G-A-D-Tunings zu Nutze, eine lineare Tonleiter auf mehrere Saiten zu verteilen und dadurch besonders flüssig klingen zu lassen. Dass das auch in anderen Tonalitäten funktioniert, zeigen Abb. 4 (D-Moll) und Abb. 5 (D-Dorisch). Ein kurzer Ausflug: D-Natürlich-Moll besteht aus den Tönen D-E-F-G-A-Bb-C-D. Dies ist - für die Freunde des modalen Spiels - der 6. Modus der F-Dur-Tonleiter. Einfacher ist es, sich zu merken: Natürlich-Moll ist die Moll-Tonleiter mit der kleinen Sexte (b6, hier Bb) und der kleinen Septime (b7, hier C). Im Unterschied dazu lautet die dorische Skala in D: D-E-F-G-A-C-D. Dies ist der zweite Modus der C-Dur-Tonleiter oder einfacher ausgedrückt: die Moll-Tonleiter mit der großen Sexte (H) und der kleinen Septime (C). Das Konzept, die Moll-Skalen so zu klassifizieren, macht sich die Tatsache zu Nutze, dass bei den vier wichtigsten Moll-Skalen die ersten fünf Töne identisch sind und nur die Sexte und die Septime variieren. Abb. 6 ist eine kleine Übung für Einsteiger. Sie sollte so gespielt werden, dass die Melodie auf der hohen E-Saite (genau, die Gitarre ist ab jetzt wieder normal gestimmt!) herausgearbeitet wird. Dies ist also mehr als nur ein monotones Anschlagspattern. Die gleiche Idee wird unter Abb. 7 im 6/8-Takt umgesetzt. Abb. 8 kombiniert einen einfachen Wechselbass mit einer in Achtelnoten durchgehenden Melodie. Hier ist die Unabhängigkeit besonders wichtig, um einen kontinuierlichen Wechselschlag kommt man nun nicht mehr herum. Auf der CD spielt Ulli dieses Beispiel in zwei verschiedenen Tempi. Zum Abschluss findet ihr noch Auszüge von zwei Stücken aus Ullis Konzertprogramm. "Es wäre schön gewesen" (Abb. 9) und "Children's Song" (Abb. 10) zeigen einmal mehr seine melodische Seite.

 

Interview:

1. When did you get started with guitar or play other instruments?
I started in the age of 9 therefore I play guitar since 42 years.

2. Did you take guitar lesson or for other instruments? And what kind of education did you take in music?
I took classical guitar lessons for 5 years. At the same time I started playing in a rock band. I studied educational sciences which I finished. Later I studied music for 3 years with the guitar as main emphasis but never finished since I already toured a lot as a professional.

3. Who are the guitarists that influenced and inspired you most when you played guitar seriously?
Leo Kottke whom I heard for the first time about 1975. I was overwhelmed by his ability to sound like an entire band. I exchanged my electric guitar against a 12-string acoustic and tried to find out what he did. At that time we had no written music, no time stretching computer programs. All I could do was listen to the record over and over again. It was the most intensive musical training I ever had. I was teached by my ear.

4. Why did you switch from classical guitar to steel string guitar. Please compare the charm of classical guitar and steel string guitar.
I have to mention Leo Kottke again. The sound of the steelstring was immense. I loved its sustain. And: The sound of this guitar was nearer to the music I preferred at that time. I loved rock and popmusic and I loved American folkmusic of the kind Crosby, Stills, Nash and Young played.
On the other hand I could not see any innovation in the classical guitar scene. Everybody played the same old repertoire at the music universities - in strong competition with his fellow students. When I tried to introduce open tunings to my professor he was not at all interested. He even showed his contempt for this style.
The steelstring scene was completely different. All players tried to find new ways of expression, everybody tried to contribute new ideas, new sound of the community - think of Alex De Grassi or Michael Hedges.

5. How did you develop your guitar playing?
Learning by doing. It was more or less like a flow. Fortunately I had the ability (or call it talent) to write my own music. I was full of melodies and I worked on the techniques to be able to play what I was able to compose. What I learned in my early years and in my classical guitar lessons was that it needs a lot of discipline and practicing to develop your techniques and – what sometimes is forgotten by many guitarists – to work on your tone.

6. I am sorry I have not listened to your early albums. What kind of music it was during your early period 1980’s. Will you please introduce change of your music style?
My musical style never changed. Some of the tunes I rerecorded on my CDs “Private Stories” and “Sologuitar” are already written in the 80’s and recorded on my early vinyl-records. I’m just busy with compiling all that old stuff for a 3 CD box for Laika Records which is expected to be published in fall 2006. I’m very happy that the quality of these recordings is really good under both aspects: the studio-sound-quality is very close to today’s expectations and I can still completely identify which my playing of that time.

7. Your music is very comfortable, and the melodies are memorable and easily accessible not like the most of the European fingerstyle guitarists. How can you describe you music, musical philosophy, direction?
I have no choice: This is the music which is inside of me. Some people say it’s romantic, other say it is melancholic and it is definitely very melodic. The guitar is my instrument but it could be a piano as well or a harp. It is the music that matters, the feelings which can be expressed and it makes me very happy when people tell me that they can share these feelings or can experience their innermost feelings while listening to my music or even because they are listening to my music.

8. About your guitars you’ve owned and played and recent collection? Something like ( What was the guitar you played first as professional player? Then you’ve played this and that…. And introduce the charms of those guitars…)
I think I’m very loyal. I’m married since 25 years and I play Lakewood guitars since 20 years. Until 1995 I played a Washburn “Golden Harvest” guitar. A very nice instrument handmade in the USA in 1982. A fine instrument which I still have. Since 1996 I play exclusively Lakewood guitars. The reason is not that Martin Seeliger is a good friend for more than 20 years, the reason is not that I get lots of support of this company as their endorser. The only reason that really matters for me is: these guitars are the best for my type of music on the world market and no other guitar gives me a richer tone, a longer sustain, a better balance of bass and highs than a Lakewood M 54 (spruce – brasilian rosewood).
After 20 years of development and with my new M 54 signature guitar we now came to a point that I have no idea how my guitar could sound better in studio. I’m absolutely happy with it. What more can you expect from your instrument? (And I truly expect a lot – ask Martin Seeliger.)

9. Recently you are playing Lakewood mostly please introduce the charm of Lakewood. And the La Bella strings…
Re. Lakewood see above.
Re. La Bella: I love phosphor bronce strings for my studio work. And I love La Bella the most since they are extremely brilliant. Furthermore La Bella provides exactly the gauges I ask for. Live I like to play Elixir strings because they last for an entire concert. They still feel fresh when I play the encores.

10. You’ve established independent record label Laika. How did it happen? Please introduce Laika records. Tell us something difficult in doing two jobs, since for most people it will be very hard job to be a great guitar player like you…
In the late 80’s the situation for fingerstyle guitar players was very complicated in Germany. The radio stations became more and more formatted as popmusic radio. We had smaller audience and it was hard to get gigs. At that time Peter Finger and I discussed the situation and talked a lot about starting an own label and to make our living by doing both performing and producing other artists. Since I was more interested in jazz music at that time and because we were living in different cities we finally founded one label each. Peter founded “Acoustic Music” and I “Laika Records” both labels were established in 1989. While Peter produced mainly guitar music on his label I concentrated on jazz musicians. I produced many records with the jazz-harpist DEBORAH HENSON-CONANT from Boston/ USA who was very successful in touring Germany. I produced albums with the former Miles Davis drummer AL FOSTER, with the trumpet legend Benny Bailey. Peter Finger and I cooperated a lot in promotion at that time. Sometimes we traveled together visiting the radio stations over the day and playing together at night. Hard times but great times.
11. Please introduce your new house and studio located in Mosell, and the area as well as teaching activities in Mosella music school. (please include photos of your house, studio it will be very nice!)
When our children were grown up my wife and I decided to move to another place in a beautiful surrounding in the neighbourhood of wineries.
We live in a house by the river where we can see the ships go by. When I come back from a tour I love to walk our dog along the river.
We live close to Germany’s oldest city “Trier” which is a 30 minutes drive and close to Luxembourg and France (about 1 hour drive).
The Mosella Music School is not a music school where student come daily.
My wife and I organize 8 weekend workshops a year. 6 with me as teacher, another 2 with guest-teachers. We had Ian Melrose and Alex De Grassi last year and will have Laurence Juber here in May.
You can see pictures here:
//boegershausen.blogspot.com/

12. Are there many young guys who are eager to play finger style guitar? Please introduce circumstances of fingerstyle guitar music in Europe in general.
There are some but not so many. I think the times are not so easy for young guitarist to make themselves known. The concert venues only accept the well known colleagues. Since the cd-sales became smaller and smaller no label wants to risk to present a new talents except he or she is extremely good. The radio stations don’t play guitar music at least not on those channels young people are listening to. On the other hand it is very easy today to make a high quality recording and the internet gives some chances to present yourself. But it needs a lot of energy and self confidence.

13. about your new recording…
It is something special. I arranged 10 pop music ballads like Robbie Williams “Eternity”, Christian Aguilera’s “Beautiful, Seal’s “Kiss from a Rose” or Green Day’s “Wake Me up when September Ends”. All arrangements are in standard tuning (or dropped D). The tunes are written in the original keys and in the original length. A lot of work and not easy to play. But it was worth the effort. These are wonderful and timeless tunes.

14. Any plan of Asian tour
I would love to come back to Asia. My new CD will be published in Japan; Taiwan, HK, China and Korea. Let’s see how it turnes out. If people like it I would be happy to perform my current repertoire live.

Interview by Sockgoo Choi for www.guitarmusic.co.kr - 24.3.2006

 

Pressestimmen

Kieler Nachrichten 17.04.2010

Der Gitarrist Ulli Bögershausen ist ein Musiker, dem ein künstlerischer Spagat gelingt. Einerseits bezaubert er ein breites Publikum mit seinem rhythmisch perkussiven Spiel, mit melancholie- und soundgesättigten, weit ausschwingenden melodiösen Balladen und seinem zum Träumen verleitenden harmonischen Spiel. Andererseits ist er ein „Musicians’ musician“, ein Musiker, dem die Kollegen wegen seiner ausgefeilten Finger-Style-Technik, die nie zum Selbstzweck wird, und eben seines Einfallsreichtums höchsten Respekt zollen...
...das fachkundige Publikum ließ sich von seinem variantenreichen Spiel bezaubern....
Behändes, virtuoses, dabei ganz entspanntes Picking, „zerlegte“ Akkorde, rhythmische Strukturen, das alles unter einen Hut zu bringen und dabei ganz unaufgeregt und unprätentiös zu klingen, das beeinndruckte...
In einem Interview hat er einmal gesagt, die Gitarre sei ein Harmonieinstrument wie ein Klavier. Das aber lasse sich schlechter tragen. Ulli Bögershausens Gitarrenspiel ist der lebende Beweis für diesen Lehrsatz.

Siegener Zeitung 01.03.2010

... Ein brillianter Instrumentalist, der ...mit seinen Gitarren zaubert und verzaubert. Einfach virtuos, wie er als Meister des Fingerpickings seine Instrumente mal leise, melancholisch, aber auch wieder kraftvoll und atemberaubend zu Gehör brachte. Sensibler Saitenzauber auf Stahlsaiten, mit einer beachtlichen Klangfülle, die die Seele berührte und innehalten ließ. Die Konzertbesucher waren vollauf begeistert, ließen sich mitnehmen in eine Wunderwelt des exzellenten Gitarrenspiels. Da reichte die Palette der grandios vorgetragenen und emotional mitreißenden Stücke von „Percussive Groove“... bis hin zu dem innerlich stark berührenden „It Could Have Been“ ... und hinterließ bei den Zuschauern ein unbeschreibliches und bestimmt unvergessliches Musikerlebnis. Ein sympathischer Künstler, der die Funken der Begeisterung überspringen ließ. Ein Konzert, das geradezu nach einer Wiederholung ruft.

Wolfsburger AZ 19.04.2010

Der Faszination der Gitarre erlagen die Zuhörer von der ersten Sekunde an....Unter dem Titel „Chocolate and Wine“ präsentierte Bögershausen ein erstklassiges instrumentales Programm. Seine Arrangements für Gitarre von bekannten Popballaden... betörten das Publikum. Sie überzeugten durch die individuelle Interpretation, die stets den ursprünglichen Charakter durchscheinen ließ. Alle Artikulationsmöglichkeiten der akustischen Gitarre schöpfte der authentische Musiker auch bei seinen ausgefeilten Eigenkompositionen aus. Von kontrastreichen Melodien und herausragenden spieltechnischen Fähigkeiten bis hin zu perkussiven Effekten bot Bögershausen alles, was sich Gitarrenliebhaber nur wünschen können. Sein Erfolgshit „It Could Have Been“ durfte da nicht fehlen. Der Musiker vermochte Töne Geschichten erzählen zu lassen, so bei dem melodiösen „Secret Story“. Mit federnder Lockerheit, Tiefgang und Transparenz ... spannte er den Bogen zwischen den Kompositionen, von weich gleitenden Tönen zu Temperamentvollen und wieder zurück.

Bögershausen zauberte und verzauberte

Viersen (J.B.) Auf sehr großes Interesse stieß das Konzert des bekannten Fingerstyle-Gitarristen Ulli Bögershausen im Rahmen der Süchtelner Vespermusiken. Selbst aus dem Ruhrgebiet, aus Bonn uns Aachen waren Gitarrenfans gekommen, um Bögershausen zu hören, der sich in der Region eher selten sehen lässt. Eigentlich schade, denn der Saitenvirtuose verzauberte sein Publikum in der evangelischen Kirche mit einem gekonnten Vortrag, welcher hauptsächlich aus eigenen Kompositionen bestand.

„Ombrellino und „Pass The Buck“ (L. Juber ) erwiesen sich als rhythmisch orientierte Stücke mit melodischen, vor allem auch virtuosen Einwürfen, die die große technische Bandbreite von Bögershausen eindrucksvoll darstellten. Groovig ging es weiter: Drei eigene Kompositionen stellte der Gitarrist zu einem Medley zusammen, bevor er mit „Secret Story“ eine erste gefühlvolle Ballade spielte. Seine gestalterischen Fähigkeiten, sein wohl dosierter Umgang mit Dynamik und ein sehr guter Sound machten die Stücke zu spannend erzählten Geschichten, denen die Zuhörer mit großem Vergnügen folgten.

Neben der sechssaitigen Steelstringgitarre hatte Bögershausen auch seine 12-saitige dabei, deren silbriger, fast feingliedriger Klang wunderbar in die Kirche passte. Mit Bottleneck und offenen Stimmungen gestaltete er „Frühling, Sommer, Herbst“ oder auch „Ganz bestimmt vielleicht“ zwei seiner älteren Kompositionen. Rasant wurde es in normaler Gitarrenstimmung bei „Gegen die Zeit“, dessen Thema Bögershausen immer weiter im Tempo steigerte. Mit der wunderschönen Ballade „Es wäre schön gewesen“ folgte ein romantischer Kontrapunkt.

Aus seinem neusten Projekt, der Bearbeitung von Popsongs, die in Kürze auf CD erscheinen werden, erklangen „Right Here Waiting“ von Richard Marx und - besonders eindrucksvoll - Seals „Kiss from a Rose“, dessen musikalische Struktur wie geschaffen für die Sologitarre ist. „Percussive Groove“ rundete das Programm ab. Den Besuchern war dies noch nicht genug, vehement forderten sie Zugabe. Mit „Valpolicella Express“, einer lautmalerischen Komposition, und einer Bearbeitung des Klassikers „Don‘t let me be missunderstood“ kam Uli Bögershausen, der nicht nur durch sein Spiel, sondern auch mit seiner sympathischen Präsentation voll überzeugen konnte, dieser Aufforderung nach. Nach dem Konzert musste er zahlreiche Autogrammwünsche auf ebenso zahlreich erworbene CDs und Gitarrenbüchern erfüllen - ein großer Erfolg für einen beeindruckenden Musiker.

Rheinische Post, 16.3.2006

 

Ulli Bögershausen, Chocolate and Wine

Known for his rich guitar tone and contemplative original compositions, German fingerstyle veteran Ulli Bögershausen's playing continues to mature. Consisting of eight pieces for solo steel-string guitar and four duets with nylon-string guitarist Reinhold Westerheide, Chocolate and Wine blends equal elements of folk, classical, pop, and newage. Carefully constructed tunes like "Rain in July" recall the- British Isles folk-baroque tradition exemplified by John Renbourn, while the duos are more contemporarysounding. The intimate quality of the production virtually transports Bögershausen's Lakewood guitars into your living room.
Chocolate and Wine is pure fingerstyle guitar, and the compositions offer new surprises with every spin.

TejaGerken
Acoustic Guitar Magazine, USA, April 2005

 

Stilrichtungen kommen und gehen, aber gute Musik webt ihre zeitlose Magie, gleichgültig, was gerade Mode ist. Ulli Bögershausen ist ein Gitarrenzauberer, der eine ganz besondere Kunst beherrscht: Er kann die Zeit still stehen lassen. Und während der Moment verweilt, malt er Bilder auf die Seelen seiner Zuhörer – unaufdringlich, aber unvergesslich; leuchtende Vignetten von der Heiterkeit eines Spätsommertages, in denen sich leise Melancholie wunderbar vermischt mit südlicher Lebensfreude. Seine Musik ist ein tänzerischer Strom von klaren Tönen an einem endlosen blauen Septembertag.

Nach über 20 Jahren Auftritts- und Plattenerfahrung kann der Gitarrist aus Westfalen ganze Stapel von schwärmerischen Konzertkritiken vorweisen, aus Zeitungen und Zeitschriften zwischen Los Angeles, Bonn und Taipeh. Er hat das Publikum in seinen Bann gezogen auf kleinen Bühnen in der Provinz, und er hat die Hörer in sprachloses Erstaunen versetzt bei Gitarrenfestivals in Nashville und in den Konzertsälen Japans und Taiwans. Sein Spiel ist beschrieben worden als „atemberaubend in seinen dicht verwobenen Harmonien und seinem makellosen Timing“, seine Konzerte kamen Beobachtern „märchenhaft“ vor, seine Alben wie Muster an „sensiblem Saitenzauber“ einer „Gitarrenmusik des 21. Jahrhunderts“.

Hervorgegangen aus der Tradition der Folk-Gitarre, aber verfeinert durch das Studium klassischer Musik, bietet Ulli Bögershausens Spiel dem Hörer das Beste von Beidem. Eine wunderbare Leichtigkeit durchdringt alles, ausbalanciert von einem fast klassischen Gefühl für formale Klarheit und kompositorische Disziplin. In aller Ruhe hat er einen ganz eigenen Klang und Stil entwickelt, der moderne Spieltechniken ganz beiläufig mit einbezieht.

So spielt Ulli Bögershausen nicht nur zwei oder mehr unabhängige Linien gleichzeitig, sondern kann auch jeder Stimme ihre eigene Dynamik verleihen, als sei ein ganzes Orchester am Werk. Und in kristallklaren Läufen perlen die 32tel wie „sprudelnde Wasser“. Ähnlich dem legendären Engländer John Renbourn entlockt Ulli Bögershausen der Stahlsaitengitarre einen unerhört mühelosen, eleganten Klang, dessen Lebendigkeit sich wohltuend abhebt von dem reinen Tonideal der klassischen Gitarre. Seine CD „Ageless Guitar Solos“ von 1995, künstlerischer Meilenstein und internationaler Durchbruch zugleich, fasst leichthändig 30 Jahre Fingerstyle-Gitarre zusammen und steht dem Feeling und der Virtuosität der Originalversionen von Gitarristen wie Leo Kottke und Alex DeGrassi in nichts nach.

In seinen meist balladesken Eigenkompositionen scheinen Ulli Bögershausen die ebenso überraschenden wie einleuchtenden Melodien nie auszugehen. Intoniert mit luftigem Charme und professioneller Hingabe, sind seine Titel eingängig genug, um entspannten Hörgenuss zu ermöglichen, aber auch komplex genug, um beim Wiederhören immer Neues zu Tage zu fördern.

Sein aktuelles Werk „Chocolate And Wine“ – schon der Titel bürgt für Hochgenuss unter Kennern – atmet bereits den Geist seiner neuen Heimat an der malerischen Mosel (wo er in seiner „Mosella Music School“ auch Gitarrenschüler zu beliebten Wochenend-Workshops empfängt): Der traumhafte Blick aus dem Arbeitszimmer über die Schiffe auf dem Fluss und die Weinberge am anderen Ufer hat dafür gesorgt, dass die Stücke noch intensiver und noch gelassener ausgefallen sind.

„Chocolate And Wine“ löst die Seele wunderbar auf in der Magie guter Musik. Die Melodien sind so einprägsam, die Einspielungen so entspannt, dass sich oft erst bei genauem Hinhören merkt, welches Können hinter diesen Aufnahmen steckt.

MICHAEL LOHR

 

Ulli Bögershausen - Private stories

//www.gitarrehamburg.de/cdvorstellungen/private-stories.htm

"private stories" hat Ulli Bögershausen seine 2002 erschienene CD genannt. Hierbei handelt es sich um das intime Porträt eines Künstlers, der mit seiner Musik so viel erreicht hat, dass er entspannt auf die vorläufige Bilanz seines Lebens zurückschauen kann. Alle Stücke von "private stories" verströmen ein relaxtes Gefühl der Zufriedenheit.
Auf seinem nunmehr 11. Album erzählt der Ausnahmegitarrist Geschichten seines privaten Glücks oder von Begebenheiten, die ganz persönliche Empfindungen in die Musik einfließen ließen. Dies verraten schon die Titel wie „Secret Story“, „Ulla“, „Herbstallee“, „So alt wie Nina“ oder „Bärchen“.
Über die herausragenden spieltechnischen Fähigkeiten Bögerhausens wurde schon an anderer Stelle ausführlich berichtet. Wie gewohnt wirkt auch auf "private stories" alles so, als wäre es mit müheloser Leichtigkeit aus dem Ärmel geschüttelt worden.
Bei Ulli Bögershausens Stücken handelt es sich nicht um eingefrorene Improvisationen, sondern um mit Liebe zum Detail durchkomponierte mehrstimmige und formal sehr abgerundete Kompositionen. Auch bei der Interpretation seiner Stücke geht Bögershausen mit derselben ihn auszeichnenden Konsequenz vor und nimmt jede Note seiner Eigenkompositionen und Arrangements ernst.
Neben 10 eher balladeske Eigenkompositionen hat Ulli Bögershausen zwei kunstvolle Bearbeitungen der Titel "You are the sunshine of my live" von Stevie Wonder und "Besame Mucho" von Consuelo Velasquez gestellt. Mit percussiven Effekten und Slap-Bässen hat er diesen Stücken einen gepflegten Groove verpasst.
Ein weiteres Album vom Fingerstyle-Meister, mit dem er die Erwartungen seiner Fans mehr als erfüllt hat.

Christian Moritz
www.GitarreHamburg.de

 

Ulli Bögershausen - Christmas Carols

Weihnachtliche Instrumentals
Der Gitarrist Ulli Bögershausen haucht auf seinen Gitarrensaiten den unterschiedlichsten Weihnachtsmelodien neues Leben ein. Seine Fingerfertigkeiten auf der Gitarre lassen Lieder wie "Ihr Kinderlein, kommet" oder "Kommet, ihr Hirten" in einem neuen Glanz erscheinen. Bögershausen hat für seine Weihnachts-CD die unterschiedlichsten Weihnachtslieder des Abendlandes zusammengestellt. Da erscheinen das italienische "Tu scendi dalle stelle", das französische "Il est né le divin enfant" oder das jiddische "Lulajze Jezuniu". "Christmas Carols" ist eine wunderschöne CD, die man in der Weihnachtszeit unbedingt haben sollte.

Ingo Frommer
www.ZDF.de

 

ULLI BÖGERSHAUSEN - „Private Stories"

Unverkennbar ist dieser Sound, hart erarbeitet seine Leichtigkeit: Ulli Bögershausen nimmt den Hörer seiner Fingerstyle-Solostücke schon allein dadurch gefangen, dass die Saiten unter seinen Fingern klingen, wie seine Custom Lakewood Dreadnought aussieht - und seine Gitarre ist eine selbst unter den vielen High-End-Gitarren der Virtuosen noch eine herausragende Schönheit aus der klaren, edlen Schlichtheit erlesener Hölzer, deren warme Farbtöne mit Liebe herausgearbeitet sind. Wie geschaffen erscheint dieses Instrument für die weichen und dennoch genau konturierten Kompositionen des Bielefelders, der lang ausschwingende Melodiebögen gerne mit Gegenmelodien kombiniert, der einen Uptempo-6/8-Groove kontrastreich durchführt und sich nun auch an rhythmusakzentuiertere, perkussive Arrangements wie das von Stevie Wonders „You Are The Sunshine Of My Life" heranwagt. Nicht dass das ein Wagnis im spieltechnischen Sinne wäre, aber Bögershausen selbst hat einmal als seine eigentliche Stil- und Spielwiese das Lyrischere bezeichnet. Und wenn der Westfale so flüssig spielt, dass man Knackpunkte und Schwierigkeiten nicht mehr wahrnimmt, dann wirkt seine Musik wie die geglückte Kombination aus zwei Elementen und Zeiten: Immer wieder schimmert die fröhliche Naivität des Folk durch, mit der man vor 25 Jahren die Hörer zweifelsfrei begeistern konnte; aber stets ist das alles durchkomponiert mit der Professionalität und Formenvielfalt, die man heute erwartet. So gibt es statt heiter-launiger Zufallsentdeckungen auf dem Griffbrett fein aus gearbeitete Harmonien - und die Atmosphäre der Titel ist clever ausbalanciert zwischen frei da hinschwebendem Impressionismus und klar definierten Melodien, die im Ohr bleiben. Und bei all dem ist der Hörer eingehüllt in einen Gitarrensound, dessen Wärme und Klarheit seinesgleichen sucht.

AKUSTIK GITARRE
Michael Lohr

 

Ulli Bögershausen - Pictures

Zwei Gitarreros aus Westfalen? Wer da gleich abwinkt, verpaßt Highlights der Akustikszene. Spätestens die brillanten "Ageless Guitar Solos" mit Passagen von klanggewordenem Sonnenlicht, zeitloser Eleganz, jazzigem Drive und folkigem Zauber haben Bögershausen 1995 etabliert. Auch seine neuen Crossover-Saitenduos mit Klassiker Reinhold Westerheide sprudeln indeenreich dahin: impressionistisch, mediterran flirrend, natürlich wie Wasser, jedem Anspruch genügend und doch einfach schön.

© Audio

 

Akustikspezialist Ulli Bögershausen hat mit VON ANFANG AN! BAND 1- GRUNDLEHRGANG (Acoustic Music, 1999; ISBN 3-931453-27-8; 88 Seiten; Preis incl. CD ca. 39,80 DM) ein didaktisch sinnvoll aufgebautes Gitarrenlehrbuch auf den Markt gebracht. Das Spielen am Instrument steht im Vordergrund, und nach einigen Leersaitenübungen geht der Autor schnell dazu über, ein erstes einfaches Spielstück zu präsentieren. Langsam steigert sich der Schwierigkeitsgrad; Bögershausen stellt verschiedene Aspekte des Fingerpickings vor und gibt allerlei Tips & Tricks. Und wo es Band 1 gibt, ist Band 2 auch nicht weit. VON ANFANG AN! BAND 2 - AUFBAULEHRGANG desselben Autors schliesst (Acoustic Music, ISBN 3-931453; 104 Seiten; Preis incl. CD ca. 39,80 DM) nahtlos an das erste Buch an. Hier werden zahlreiche Stücke vorgestellt, und nebenbei vermittelt Bögershausen einiges an grundsätzlichen Theoriekenntnissen. Zwei empfehlenswerte Bücher plus Begleit-CD, die für Gitarrenlehrer als Unterrichtsmaterial hilfreich sein dürften.

© Gitarre & Bass 12/99

 

Ulli Bögershausen - Sologuitar

Die Stücke der großen Solo-Akustiker aus den 70er Jahren sind gute alte Freunde geblieben  - was Ulli Bögershausen mit den "Ageless Guitar Solos" nachdrücklich vorführt. Da der Bielefelder, wie der Acoustic-Music-Chef Peter Finger, seinen Lebensunterhalt als Produzent und Labelchef verdient, kann er eigene Aufnahmen in Ruhe und Gelassenheit zur Perfektion treiben. Unterstützt durch Sonopress-Klangzauberer Andreas Torkler veredelt er Highlights von Alex De Grassi ("Children's Dance"), Leo Kottke ("The Fisherman"), Werner Lämmerhirt ("Samba an einem ruhigen Sonntag") oder Baden Powell ("Petite Valse").

© Stereoplay

 

Sologuitar

Sanfte Melodien, mal melancholisch, mal leicht, pastellfarbig dahingetupft. Für den Gitarrenkünstler Ulli Bögershausen gibt es fast nichts, was er nicht vermittels Intention und virtuoser Technik umsetzen kann. Auf seinem aktuellen Album "Sologuitar" zieht Bögershausen eine Art Resümee über seine bisherigen neun Werke, die er im Verlauf von 18 Jahren eingespielt hat. Die akustische Klangwelt, in die er voll Poesie und Anmut eintaucht, lässt jeden Freund klassischer Gitarrenklänge vor Freude aufjauchzen. Keine langweiligen Licks, keine kitschigen Momente, sondern Instrumentalstücke mit einem faszinierenden Drive, dem trotzdem jede Hektik abgeht. Die 15 Lieder, die teilweise bisher nur auf alten LPs veröffentlicht waren, wurden neu verarbeitet und in hervorragender Klangqualität direkt eingespielt.

© aktivissimo 12/99

 

Sologuitar

Lange umspielt er das Thema, bis  er im ersten Titel zum Groove kommt; erst dann entfaltet er "Ombrellino", einen Ohrwurm, Schritt für Schritt, selbstbewusst. Einen weiten Weg hat er hinter sich, der Bielefelder, den man vor gut zehn Jahren nur in norddeutschen Studenten WGs kannte, als er stark nach Leo Kottke klang. Heute würde das einstige Vorbild sich nach Bögershausens Kompositionen die Finger lecken, denn dem Westfalen ist seltenes gelungen: Im Musikstudium hat er sein Ausdrucksspektrum erweitert und seinen Ton enorm verfeinert, ohne Identität und Stil zu verlieren, und ist - dank methodisch glänzender Lehrbücher, mitreissender Duette mit Reinold Westerheide und "Ageless Guitar Solos" - zu einer unbestrittenen Autorität in Deutschlands Gitarrenszene aufgestiegen. Mediterrane Leichtigkeit bestimmt praktisch jede seiner neuen Kompositionen, und was er da mit hoch präzisem und doch absolut gelöstem Ton einspielt, schmeichelt dem Ohr auch mit unwiderstehlichen Melodien. Hauptzutat ist ein sonnig-melancholischer Folk, Hauptstrukturelemente eine mühelose Polyphonie. Das ohnehin schon starke Thema läuft oft vor einem seinerseits einprägsamen Riff ab, gewürzt mit Pop, Latin, manchmal auch freundlichem Jazz ("Walking Around") oder leicht orientalischen Anklängen ("Ich weiss nicht, woran ich bin"). Und auch wenn "Es wäre schön gewesen" nach der makellosen Trivialität einer Waschmittelreklame klingt und die Neueinspielungen der beiden alten 12-String-Titel ("ganz bestimmt vielleicht", "Frühling, Sommer, Herbst") im hochkarätigen Umfeld etwas naiv wirken, versprühen bei Bögershausens souveränem Beitrag zur "Gitarre 2000" sogar kompositorisch unaufwendige Stiletüden ("Tango") frischen Charme.

-ml-
© AKUSTIK GITARRE 6/99

 

Sologuitar

Ulli Bögershausen ist ein Ästhet auf der akustischen Gitarre. Von der Finger-Style-Technik kommend, baut er auf den Stahlsaiten seiner Lakewood (Dreadnought D 54) weit gespannte Melodielinien, die entweder schwebend entspannen oder mit Steigerungen in Tempo und Intensität Spannung erzeugen. Er zählt zu den Intellektuellen, sein Spiel wirkt stets überlegt, bleibt selbst in komplizierten Passagen transparent und ist dennoch voller Seele. Sie verbindet Jazz mit Folklore, den Rhythmus des einen mit der harmonischen Stimmung des anderen. Da wechseln sanfte Melodien in rhythmischen Wellenbewegungen wie in "Ombrellino" mit treibenden Eruptionen wie in "Rushhour". Dann wieder wirkt das Spiel fast melancholisch und verträumt wie in "Es wäre schön gewesen". Bögershausen präsentiert einen "Tango" ebenso sensibel und virtuos wie ein "Children's Song". Eine Klangwelt voller Poesie und Anmut heisst es zu Recht im Pressetext zu der CD des Musikers, der sich auch mit Gitarrenschulen einen Namen gemacht hat. Die CD "Sologuitar2 sei ein Brückenschlag von seinem ersten zu seinem nunmehr zehnten Album, sagt der Gitarrist. Neben neuen Titeln hat er also auch alte Kompositionen neu bearbeitet. So wurde die CD zum Genuss für Freunde des akustischen Gitarrespiels.

-Klaus Mümpfer-
© Jazzpodium 3/2000

 

Ulli Boegershausen
Von Anfang an!
Band 1+2 (86 + 104 S.,inkl. CD, Acoustic Music Records)

Endlich eine Gitarrenschule, die sich nicht auf das reine Vermitteln von einfachen Akkorden/ Zupfpattern für das Begleitspiel beschränkt oder gar den Neuling zum Singen (wer kann das schon) nötigt, sondern von Anfang an die Gitarre als Soloinstrument betrachtet. Von der ersten Seite bzw. Note an lernt der Anfänger in Band 1 (Grundlehrgang) durch die differenzierte Betrachtung und Ausbildung der linken wie auch der rechten Hand die tonalen Möglichkeiten seines Instruments kennen. Neben der Vermittlung der reinen Spieltechnik wird der Lernende durch die Auswahl und Anordnung der Kompositionen und Übungsbeispiele gleichsam nebenbei zielgerichtet in die Harmonielehre eingeführt. Alle Beispiele werden sowohl in der Standartnotation als auch in der Tabulaturschreibweise dargestellt, so dass ein Nachvollziehen ohne Probleme möglich ist. Unterstützt bzw. ergänzt wird der Schüler durch die dem jeweiligen Band beiliegende, sehr gut produzierte CD, welche die Frage "wie soll es denn klingen?" sehr schnell beantwortet. Schafft Band 1 die Grundlagen in Praxis und Theorie, so liegt der Schwerpunkt von Band 2 (Aufbaulehrgang) in der Erweiterung der Spieltechnik und der Vertiefung von Repertoire und musikalischem Wissen. Der Grundgedanke, Theorie nie um ihrer selbst willen zu lernen, wird in Band 2 konsequent weitergeführt. In jedem Lernschritt wird ein unmittelbarer Bezug zwischen Theorie und Praxis hergestellt, der das Gelernte vertieft und durch die direkte Umsetzung besser erfahrbar macht. Durch die sinnvolle Aufteilung in zwei Unterrichtsbände ist es für den Fortgeschrittenen ohne Probleme möglich, direkt mit Band 2 zu beginnen. Als Unterrichtseinheit bieten Band 1 und 2 eine wirklich gute Grundlage, um das Spiel auf der Gitarre zu erlernen. Ein Selbststudium ist bei einem Normalmass an Disziplin ohne weiteres möglich, wenn auch die Begleitung durch einen Lehrer gerade in der Anfangsphase einiges beschleunigen wird. Fazit: ein durchgängiges Konzept, eine klare Sprache und die sinnvolle Ergänzung durch CD und Bilderteil ergeben ein stimmiges Unterrichtswerk.

Wolfgang Niemann
© Akustik Gitarre 1/00

 

"Bestechend schöne Instrumentalmusik..."
STEREO

"...anspruchsvolle Instrumentalmusik von lupenreiner Klangqualität..."
STEREOPLAY

"...sorgfältig, intelligent, wohltuend..."
KEYBOARDS

"...zeitlose Perlen..."
GITARRE UND BASS

"...eigenständige Technik, ein breites musikalisches Spektrum, wunderschön..."
WDR

"...eine wunderschöne CD, eine Ohrenweide nicht nur für Gitarrenfreaks"
WESTDEUTSCHE ZEITUNG

"12 wunderschöne Klassiker in hervorragender Klangqualität."
DIABOLO

"Über allen Kompositionen strahlt die herrlich unaufdringliche Raffinesse eines reizvollen Ausnahmegitarristen."
AKUSTIK GITARRE

"...poetisch und intim, reif und diszipliniert"
DEUTSCHLANDFUNK

"He's a very smooth, textured player and has recorded an album that's enjoyable to listen to yet has some depth to it."
DIRTY LINEN, USA

"A brilliant idea, brilliantly executed... a greatest hits of the solo guitar variety... a magnificent collection."
FINGER STYLE GUITAR, USA

"Bögershausen zählt zu den Intellektuellen seiner Sparte. Seine Begeisterung geht durch den Kopf in die hochqualifizierten Filigran-Finger, die mit unwahrscheinlicher Schnelligkeit Zupfmuster in dichtgewebte Klangteppiche umsetzen.
Seine Erkennungsmerkmale sind technisch perfekte, sanfte Melodien mit Hang zur Melancholie, harmonische Anmut und Mut zum Stilübergriff."
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG